• Fabian Haedge

5 Fragen zu Gewohnheiten einfach beantwortet

Hier beantworte ich dir die wichtigsten Fragen zu Gewohnheiten:

Was ist das, Gewohnheiten? Was bedeuten Gewohnheiten für mich? Wie ändere ich Gewohnheiten? Hast du Beispiele von Gewohnheiten? Gewohnheiten, wie lange dauert es, sie zu bilden?


Wenn du mehr zu Gewohnheiten wissen willst, dann ist das der perfekte Artikel für dich.

Hier kannst du direkt zu deiner dringendsten Frage springen:
  1. Was sind Gewohnheiten?

  2. Was bedeuten Gewohnheit für mich?

  3. Wie verändere ich Gewohnheiten?

  4. Hast du Beispiele von Gewohnheiten?

  5. Gewohnheiten, wie lange dauert es, sie zu bilden?

Los geht's!


Was sind Gewohnheiten?


Gewohnheiten (im Englischen = Habits) sind Handlungen, die automatisch nach einem Auslöser durchgeführt werden.


Die drei wichtigsten Elemente habe ich dir schon markiert, hier noch etwas detaillierter:

  1. Auslöser: Auslöser können Emotionen, Gerüche, Gegenstände oder alles sein, dass du wahrnehmen kannst: z. B. ein Windstoß oder Temperatur.

  2. Automatisch: Du reagierst, ohne darüber nachzudenken. Das heißt, dass Gewohnheiten unterbewusst stattfinden und du dich nicht bewusst dafür oder dagegen entscheidest.

  3. Handlung: Du machst etwas.


 

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Was bedeuten Gewohnheiten für mich? Wieso sind Gewohnheiten wichtig?


Gewohnheiten sind praktisch für uns, weil sie unterbewusst stattfinden.


Das heißt wir werden aktiv, ohne dass wir uns entscheiden müssen und damit ohne unsere gedanklichen Ressourcen zu verbrauchen.


Es wird geschätzt, dass 40 % unseres Alltages von Gewohnheiten bestimmt wird.


Das hat natürlich Vor- und Nachteile.

Vorteil:

Ein großer Teil unseres Alltags wird dadurch automatisiert. Wir sparen also Zeit und Energie. Ohne Gewohnheiten würden wir wahrscheinlich nur über Banales nachdenken und weniger über die wichtigen Dinge des Lebens.


Nachteil:

Ist ein unerwünschtes Verhalten automatisiert oder eine Gewohnheit, ist es sehr schwierig dieses Verhalten wieder abzulegen.


Damit sind wir auch schon bei der nächsten Frage.

 

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Wie ändere ich Gewohnheiten?


Einfache Antwort: Verändere ein oder alle Elemente der Gewohnheit: die Handlung, den Automatismus oder den Auslöser.


Was ist damit gemeint? Lass uns es an einem Beispiel veranschaulichen.


Du möchtest nicht immer, wenn du gelangweilt bist, direkt an dein Handy gehen und Instagram öffnen. So könntest du vorgehen:

  1. Ersetze die Handlung: wenn dir langweilig ist, gehst du statt ans Handy spazieren, stehst auf und dehnst dich oder sprichst mit den Menschen in deiner Umgebung.

  2. Unterbreche den Automatismus: Wenn dir langweilig ist, versuche dir in diesem Moment bewusst zu machen, dass du kurz davor bist auf dein Handy zu gehen. Triff dann eine bewusste Entscheidung was du tatsächlich machen möchtest. So durchbrichst du den Automatismus

  3. Auslöser vermeiden: In unserem Beispiel sicher schwierig, da jedem irgendwann mal langweilig ist. Die Idee ist aber einfach: Gehe der Situation die zu deiner Gewohnheit führt aus dem Weg. Dadurch wird die Gewohnheit geschwächt.

Wenn dir dieses Beispiel noch nicht gereicht hat, gibt es jetzt noch mehr.

 

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Hast du Beispiele für Gewohnheiten?


Hier sind 8 Beispiele von Gewohnheiten (Auslöser und Handlung sind farbig markiert).

Positive Gewohnheiten:

  • nach dem Aufstehen Kaffee trinken

  • vor dem Schlafen gehen die Zähne putzen

  • nach dem Essen spazieren gehen

  • nach dem Sport duschen

  • nach deinem Feierabend den Schreibtisch aufräumen

Negative Gewohnheiten:

  • nach dem Aufstehen das Handy greifen

  • auf das Sofa setzen und den Fernseher anmachen

  • nach dem Essen etwas Süßes naschen

Wir bauen gerade eine Datenbank von allen möglichen Gewohnheiten auf: Schau hier vorbei und füge deine Gewohnheiten hinzu!

 

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Gewohnheiten, wie lange dauert es, sie zu bilden?


Der durchschnittliche Zeitraum liegt bei 66 Tagen. Dieser Zeitraum kann jedoch zwischen 18 und 254 Tagen variieren.


Diese krasse Spannweite wird unter anderem durch die Komplexität der Gewohnheit, die Regelmäßigkeit der Wiederholung und durch persönliche Faktoren beeinflusst.

  1. Komplexität: Es ist leichter die Gewohnheit Zahnseide nutzen als gesunde Ernährung zu etablieren. Denn eine gesunde Ernährung ist deutlich schwieriger zu automatisieren, benötigt mehr Vorbereitung und hat mehrere Zwischenschritte.

  2. Wiederholungsfrequenz: Gewohnheiten bilden sich deutlich schneller, wenn du den Auslöser und die verbundene Handlung öfter wiederholst. Dadurch lernst du schneller welche Reaktion auf welchen Auslöser folgt.

  3. Persönliche Faktoren: Wir Menschen sind unterschiedliche Individuen, die von unterschiedliche Ausgangssituationen starten. Daher: Konzentriere dich auf dich! Wenn du regelmäßig deine Gewohnheit wiederholst, kommst du schneller zum Automatismus.

 

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Das ging schnell. Hoffentlich hast du trotzdem alle Informationen erhalten, die du gesucht hast. Wenn du noch weitere Fragen hast, melde dich doch gerne: fabian.haedge@ryta.eu.


Bis dann! 👋